AffiliatesWie kommen Geschäftsleute im Internet zu Geld?Zuerst einmal verdienen die Webseite-Betreiber selber mit ihrem Onlineshop an jedem verkauften Produkt. Aber wie im richtigen Leben gibt es auch im Internet werbeorientierte "Filialnetze" für alle möglichen Produkte, die in Form von Partnerprogrammen mit Provisionen belohnt werden. Wer auf seiner Webseite ein auf sich registriertes Banner einbaut (allgemein bekannt als "Werbung"), erhält bei jedem Klick auf dieses Banner eine Provision. Deren Höhe hängt sehr stark davon ab, ob das umworbene Produkt anschliessend auch wirklich gekauft wurde. Derartige "Vermittler" werden Affiliates (= Partner) genannt und haben in der Regel mit dem eigentlichen Produkt überhaupt nichts zu tun. Einige sehr erfolgreiche Affiliates bestreiten in der reinen Produktvermittlung durchaus ihren Lebensunterhalt. Jeder Mausklick auf sein Werbebanner läßt die Kasse praktisch im Schlaf klingeln (ganz so einfach ist es natürlich nicht, da ständig neue Partnerprogramme gesucht und gegen weniger lukrative ausgetauscht werden müssen). Es ist anzumerken, dass Mausklicks auf Werbebanner ohne Angabe von persönlichen Daten - bis auf die bekannten Gefahren im Internet - keine finanziellen Konsequenzen für den Internet-Benutzer haben. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, dass bei jedem Klick auf Werbebanner echtes Geld in Form von Provisionen fliesst.Und was hat das mit Spam zu tun? Wer seine Provisionen kräftig anheizen möchte, verschickt einfach millionenfachen Spam mit einem Link auf eben diese Seite. Wenn auch nur 1% der eMail-Empfänger den angegebenen Link anklicken, geht die gewonnene Provision schnell in die Tausende. Beschwerden über die unverlangt zugesandten eMails gehen dabei aber nicht an den (anonymen) Spammer, sondern an den tatsächlichen Verkäufer des Produktes. Da dieser am gestiegenen Umsatz auch verdient, wird er seine Hände in Unschuld waschen und kaum etwas dagegen unternehmen. Für einige schwarze Schafe der Affiliate-Branche geht der Provisionsverdienst aber viel zu langsam. Mit genügend krimineller Energie werden verlockende Webseiten geschaffen, auf denen Produkte und Dienstleistungen scheinbar gratis angeboten werden (siehe Internet-Betrug). Neugierige Benutzer müssen aus den unterschiedlichsten Gründen ihre kompletten Adressdaten eingeben. Da die auf die Schnelle getäuschten Benutzer einen garantierten und direkten Umsatz erzeugen, ist die Provision für Affiliates wesentlich höher (teilweise über 10% des vom getäuschten Benutzer zu zahlenden Betrages). Die auf einen Schlag durch hohe Provisionen angelockten Affiliates bewirken zusammen mit massiven Spamläufen in der Regel einen raketenartigen Verkaufsstart und bringen Unsummen an Einnahmen innerhalb kürzester Zeit. Derartige Angebote existieren dafür aber meist nur für kurze Zeit, bis sie aufgrund massenhafter Beschwerden über die Verbraucherschutzverbände angeprangert und damit schnell uninteressant werden. Die Affiliates riskieren bei diesen Schnellschüssen nur ihren Ruf, und dem Betreiber des Partnerprogramms kann niemand etwas anlasten, weil die Täuschung der Benutzer immer am Rand der rechtlichen Grauzone erfolgt. An irgendeiner Stelle der AGBs wurden die Benutzer ja nachweislich korrekt über die ihnen entstehenden Kosten informiert.© 2006-2007 impact e.V. |
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