HandysEs ist erstaunlich, wie es die Industrie in kürzester Zeit geschafft hat, die in den Folgekosten bekannt teure Handy-Technologie selbst in den Grundschulen zu etablieren. Laut einer Übersicht des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2005 in 100 deutschen Haushalten im Schnitt bereits 126,5 Handys. Fairerweise sei angemerkt, dass viele Eltern ein ruhigeres Gefühl haben, wenn sie über die ständige Erreichbarkeit ihrer Kinder wissen. Allerdings enthalten sehr viele von Kindern und Jugendlichen über Handys geführte Gespräche und versandte SMS kaum einen die Kosten rechtfertigenden Informationsgehalt. Die Mobilfunk-Industrie reibt sich die Hände. Keine andere Branche kann es sich leisten, ihre Kunden mit derart undurchsichtigen Angeboten zu fangen, wie dies bei Handys der Fall ist. Gratis verschenkte Handys (plus kostenlosem DVD-Player oder Billig-Laptop) sind das Ergebnis raffinierter Mischkalkulationen, die sich erst über die Laufzeit des Vertrages bemerkbar machen. Der Kunde wird ein Mehrfaches des normalen Kaufpreises über die meist 24 Monate andauernde Vertragsbindung bezahlen müssen. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene haben Probleme, diese Methoden zu durchschauen.In Deutschland gibt es mit T-Mobile (D1), Vodafone (D2), ePlus und O2 genau vier echte Mobilfunkunternehmen (Provider), wobei O2 bei schlechter Netzabdeckung indirekt auf das T-Mobile Netz zurückgreift. Alle anderen deutschen Anbieter sind als sogenannte Virtual Provider nur "Untermieter" und nutzen die Infrastruktur von einem dieser vier Provider. Handys an sich sind reine elektronische Geräte. Erst die durch einen Vertrag oder per Prepaid-Karte erworbene SIM-Karte bestimmt den Provider, die Telefonnummer, und die entstehenden Gebühren. Solange das Gerät die Funktionalität unterstützt, kann ein und dasselbe Handy mit den verschiedensten SIM-Karten betrieben werden. Eine Ausnahme sind Geräte, die mit subventioniertem Preis verkauft über die Vertragsdauer an einen Provider gebunden sind. Erst nach Ablauf dieser Zeit (oder Zahlung einer hohen Ablösegebühr) kann das Handy auch mit anderen SIM-Karten betrieben werden. Die beiden Abrechnungsarten unterscheiden sich wie folgt:
Dabei ergab sich, dass "etwa 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein Handy besitzen, jedoch nur etwa die Hälfte die Kosten für das Handy selbst bestreiten. Bei der anderen Hälfte übernehmen die Eltern die Kosten. Weiterhin telefonieren vier Fünftel mit Prepaid-Karten, wodurch eine relativ gute Kostenkontrolle durch die Eltern oder die Kinder selbst gegeben sei". Weiter heißt es in dem Bericht: "Selbst unter denjenigen Jugendlichen, die mit Handy-Vertrag telefonieren und Grundgebühr zahlen, gibt die Mehrheit im Schnitt nur 18 Euro monatlich für das Handy aus. Allgemein betrachtet investieren die 10- bis 17-Jährigen etwa ein Drittel ihrer Geldmittel in die Handykosten. Bei weniger als einem halben Prozent war das Handy der Grund für Geldprobleme. Zwar sind in der Tat etwa 6 Prozent verschuldet - mit durchschnittlich 72 Euro -, doch geben sie das Geld eher für Fastfood und Süßigkeiten, Kleidung, Ausgehen und Software aus." Wohlgemerkt handelt es sich bei diesen Zahlen nicht um Fakten, sondern um freiwillig abgegebene Interview-Daten von Kindern und Eltern. Der Wahrheitsgehalt beruht auf individuellen Aussagen und kann im Gegensatz zum oben zitierten Schufa-Bericht nicht überprüft werden.Klingeltöne/Hintergrundbilder Vor einigen Jahren haben findige Unternehmer festgestellt, dass per MMS Jugendgefährdende Handy-Videos Die Multimedia-Fähigkeit von Handys bringt aber weitere Gefahren mit sich. Die meisten Geräte können bereits seit einigen Jahren nicht nur Farbfotos, sondern auch Videos samt Ton wiedergeben. Seit Ende 2005 kursieren brutale und unmoralische Videos auf vielen Schulhöfen. Per drahtloser Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstelle lassen sie sich kostenlos von einem zum anderen Handy übertragen. Eltern sollten sich dringend mit der Funktionsweise der Handys ihrer Kinder auseinandersetzen und deren Inhalte von Zeit zu Zeit überprüfen. © 2006-2007 impact e.V. |
Themenliste HAUPTSEITE Update: 11.08.2007 Ad-Ware Update: 11.08.2007 Affiliates Update: 29.03.2006 Chatrooms Update: 29.03.2006 Gästebuch-Spam Update: 20.10.2006 Handys Update: 08.09.2006 Internet-Betrug Update: 22.09.2007 Internetspiele Update: 19.06.2006 Parental-Control Update: 29.03.2006 Phishing Update: 19.08.2007 Premium-SMS Update: 29.03.2006 Spam eMail Update: 19.08.2007 Spuren im Internet Update: 09.10.2006 Stockspam Update: 19.08.2007 Viren/Trojaner Update: 19.12.2006 |