Parental Control

Internet-Schutzsoftware (Parental Control)

Das Internet ist innerhalb nur weniger Jahre zu einem in sämtlichen Bereichen der Kommunikation, Informationsrecherche und Bildung unverzichtbaren Medium geworden. Trotzdem sollten Kinder und Jugendliche auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Internet surfen dürfen. Dies hat seine Ursache hauptsächlich in den unzähligen und in absolut keinster Weise für Kinder und Jugendliche geeigneten Angebote aus dem Rotlichtmilieu (nach biblischen Richtlinien gilt dies für alle Menschen, also auch für Erwachsene). Aber auch extremistische Propaganda hat in Kinder- und Jugendzimmern nichts verloren. Meist ist es die Neugierde, die Kinder und Jugendliche auf raffiniert propagandistisch aufgebaute Seite zieht, wo doch gerade diese Altersgruppe aufgrund ihrer geringen Lebenserfahrung die Konsequenzen ihres Handelns noch gar nicht vernünftig abschätzen kann (Selbstüberschätzung ist charakteristisch für Jugendliche). In diesem Alter ist es viel wichtiger, dass Moral und Tugenden als Basis eines sozial kompetenten Lebens erlernt und praktiziert werden. Schockierende und negativ beeinflussende Informationen, die aufgrund fehlender Lebenserfahrung und -reife nicht richtig eingeordnet werden können, führen zu unverarbeiteten seelischen Schäden. Nicht das Internet, sondern die Boshaftigkeit des Menschen führt dazu, dass moderne Medien zum Katalysator der Verderbtheit einer ganzen Generation werden.

Mit dem Boom des Internets vervielfachten sich auch dessen Schattenseiten. Deshalb entwickelten verantwortungsbewusste Softwarehersteller entsprechende Tools, die den Benutzer vor schädlichen Seiten schützen sollen. Derlei Software arbeitet nach verschiedenen Prinzipien:
  • Black List
    Unmittelbar nach dem Laden, aber noch vor dem Anzeigen der aufgerufenen Seite überprüft die Software deren Inhalte auf negative Schlagwörter. Wird ein auffälliges Wort gefunden, so erscheint auf dem Bildschirm eine ganzseitige Fehlermeldung, die gewünschte Seite wird also ausgefiltert. Der große Nachteil an diesem Verfahren ist, dass alle negativen Schlagwörter vorher bekannt sein müssen. So ist es bei Black Lists prinzipbedingt nicht möglich, reine Bilderseiten auszufiltern, da diese ja keine gebannten Schlagwörter enthalten. Außerdem ist es alleine schon wegen der Fülle an täglich neuen Webseiten technisch nicht machbar, wirklich aktuelle Black Lists zu erstellen.

  • White List
    White Lists erlauben nur die Darstellung von zuvor eindeutig zugelassenen Webseiten und filtern alle anderen Seiten aus. Benutzer sind dadurch relativ gut vor ungeeigneten Angeboten geschützt, aber gleichzeitig auch extrem eingeengt. Laut einem Bericht des weltweit als Directory Service aktiven Unternehmens VeriSign waren im ersten Quartal 2005 weltweit knapp 77 Millionen Domains (Webseiten) registriert. Diese unüberschaubare Menge an mehr oder weniger informativen Webseiten kann durch keine White List verwaltet werden. Die Vorteile des Internets als große Wissensdatenbank werden durch White Lists stark eingeschränkt, wenn nicht gar unbrauchbar gemacht.

  • Kombinierte White und Black Lists
    Ein vernünftiger Kompromiß ist Schutzsoftware mit kombinierten White und Black Lists, die vom heimischen Administrator (meistens die Eltern) regelmäßig gewartet wird. Oftmals bieten die Hersteller sogar aktuelle Updates aus dem Internet an, um den Zugang zu neuen Informationen verfügbar zu machen und gleichzeitig schädliche Seiten zeitnah zu sperren.
Letzten Endes sind Probleme beim Surfen im Internet mit der Verwendung von Schutzsoftware leider nie auszuschliessen. Oftmals wird genau die Seite ausgesperrt, die im Moment am dringendsten benötigt wird. Das Ärgernis einer ständigen Umkonfiguration der Schutzsoftware ist praktisch vorprogrammiert. Auch treten Probleme in Verbindung mit einer gleichzeitig installierten Firewall erfahrungsgemäß spätestens dann auf, wenn Spielesoftware Zugang zum Internet benötigt, oder Instant Messenging, eMail, FTP usw. auf einem derart abgeriegelten PC verwendet werden soll.

Der beste Schutz ist immer noch das Bewußtsein der Verantwortung vor Gott, seiner Familie und seinen Kindern. Jeder Zugriff auf illegale oder schmutzige Inhalte hinterläßt nicht nur im Internet nachvollziehbare Spuren, sondern auch im Herzen der Menschen. Die beste Schutzsoftware kann nicht im geringsten das beaufsichtigte Surfen ersetzen. Ein Internet-PC sollte deshalb immer an einem stark frequentierten Ort im Haus aufgestellt werden und auch durch die Platzierung des Bildschirms die Versuchung zum heimlichen Surfen verhindern.


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Letzte Aktualisierung: 29.03.2006

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